Sie fragen - wir antworten

Wir freuen uns auf Ihre/Eure Fragen und beantworten sie gerne an dieser Stelle! kontakt@velo-amt.ch

Frage: Warum benutzen so wenige das Velo ausser in der Freizeit?
Antwort: Einer der Hauptgründe, weshalb viele Personen auf das Velo verzichten, sind Strassen und Kreuzungen, wo sich Velofahrende unsicher fühlen. Vielbefahrene Strassen schrecken ab, die bequemeren, ruhigeren Verbindungen zwingen zu Umwegen. Es kann nicht sein, dass Velofahrende sechs bis sieben mal eine stark befahrene Strasse überqueren müssen, durch schwierig befahrbare Unterführungen mit Halbschranken, die zum Absteigen zwingen, oder Strecken mit grossen Höhendifferenzen in Kauf nehmen müssen, um ins nächste Dorf zu gelangen. Ein Velowegnetz ist nur dann attraktiv, wenn es eine wirkliche Alternative zum motorisierten Individualverkehr MIV und dem öffentlichen Verkehr ÖV bietet.

Frage: Ist Velofahren wirklich so gesund?
Antwort: Die Daten aus den Gesundheitsbefragungen von 1992 und 1997 und einem ergänzenden Bewegungssurvey 1999 zeigen, dass über ein Drittel der Schweizer Bevölkerung sich nicht gemäss den Mindestempfehlungen für körperliche  Aktivitäten bewegt und damit körperlich ungenügend aktiv ist. Nach Schätzungen in einer Arbeit des Instituts für Sozial- und Präventivmedizin Zürich «Die Kosten der körperlichen Inaktivität in der Schweiz» führt der Bewegungsmangel jährlich zu 1,4 Millionen Erkrankungen, 2000 Todesfälle und direkte Behandlungskosten von 1,6 Milliarden Franken. Ein Viertel der Herz-Kreislauferkrankungen, des Nicht-Insulin pflichtigen Diabetes mellitus, der Osteoporose und des Kolonkarzinoms werden auf den Bewegungsmangel zurückgeführt. Für die Hypertonie, Rückenbeschwerden oder das Mammakarziom liegt der Anteil zwischen 12% und 15%. Bemerkenswert das Resultat von 44% (leichten bis mittelschweren) Depressionen, die auf körperlich ungenügender Aktivität beruhen. Aus diesen Zahlen lässt sich der wissenschaftliche Konsens ableiten, dass regelmässige körperliche Bewegung die Lebenserwartung im Alter um mehrere Jahre erhöht. Die Morbidität älterer Menschen sinkt deutlich und verlängert die Selbständigkeit im Alter. Neben diesen direkt gesundheitlichen Effekten sind die positiven Wirkungen auf das Wohlbefinden, die Leistungsfähigkeit und die Lebensqualität von Bedeutung. (Quelle: www.aefu.ch )